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Venusfliegenfalle

"Spezialwasser" für die Pflege von Karnivoren am Beispiel der Dionaea muscipula

Dionaea muscipula
(Klicken zum Vergrößern)
Karnivorenfreunde werden es wissen und Neulinge werden es herausfinden: Leitungswasser ist Gift für die sensiblen "Fleischfresser".

Gleichermaßen, wie der falsche Boden, kann auch die falsche Flüssigkeit dem Exoten zum Verhängnis werden. Während sich heimische Blümchen über normale (Blumen)erde und Leitungs-, oder gar Mineralwasser freuen, werden Karnivoren hierdurch erfahrungsgemäß eingehen. Wer mit dem Gedanken sich Karnivoren zu zu legen schwanger geworden ist, sollte sich im Vorfeld also ausreichend informieren, da sonst die Freude nicht lange währt.

Ich selbst habe mit einer Dionaea muscipula, wahrscheinlich besser bekannt unter dem Namen Venusfliegenfalle, angefangen (siehe Abbildung). Beim Kauf im gut sortierten und informierten Fachhandel sagte man mir bereits, dass nicht mit Leitungswasser, sondern am besten mit Regenwasser gegossen wird - und zwar von unten und nicht oben. Zudem bevorzuge das Pflänzchen feuchten Boden und ein sonniges Plätzchen. Mittlerweile ist den Pflanzen ein kleines Schildchen mit Kurzanleitung beigefügt, getreu dem Motto: "Für Doofe stehts dran :-)"

Hier entsteht nun aber das Problem. Ein sonniges Plätzchen und feucht halten, das heißt übersetzt: "viel" Wasser. Nur regnet es zu Weilen auch einmal für längere Zeit nicht und irgendwann sind die Regenwasservorräte aufgebraucht. Gerade (oder vor allem) dann, wenn man "nur" eine Mietwohnung ohne großen Balkon oder Garten hat. Und dann?
Die vermeintlich letzte Rettung ist destilliertes Wasser. Es selbst herzustellen ist jedoch mühselig und es zu kaufen auf Dauer relativ kostspielig.

Die Lösung heißt "Spezialwasser"

Aber gerade diejenigen, die weder über einen Balkon noch einen Garten verfügen, haben sehr wahrscheinlich DIE "Ölquelle" in ihrem Haushalt - einen Kondenswäschetrockner.

Beim Trocknen der Wäsche fällt - neben reichlich Flusen - ein weiteres Abfallprodukt an: Wäsche :-/, und natürlich Kondenswasser, das man bisher vermutlich eher weg schüttete. Mit Karnivoren im Haushalt findet dieses Wasser nun eine neue und wesentlich bessere Bestimmung. Und dies funktioniert deshalb so gut, weil es sich bei Kondenswasser um Regenwasser im Miniaturformat handelt. Es verdunstet zunächst, aufgrund der Hitze, später kondensiert es und schlägt nieder.

Ein Hinweis sei an dieser Stelle noch mit auf den Weg gegeben. Das Kondenswasser ist oft, wenn es aus dem Auffangbehälter kommt, mit kleinsten Flusenresten versetzt. Am besten lässt man es daher beim Umfüllen zur Reinigung durch eine Kaffeefiltertüte (o. ä.) fließen.
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